Hermann Bröring: unkonventioneller Visionär

"Was wäre das Emsland, wenn wir die Infrastruktur in unserem Landkreis nicht selbst in die Hand genommen hätten?" hat Hermann Bröring, seit 2011 Ehrenlandrat des Emslandes, einmal gesagt. Zwei Jahrzehnte (1991 bis 2011) hat er sich als Oberkreisdirektor und Landrat des Landkreises Emsland unermüdlich für den Ausbau der Infrastruktur eingesetzt und damit die Weichen für eine herausragende wirtschaftliche Entwicklung geschaffen. Während seiner Amtszeit ist die Arbeitslosenquote von 12,7 auf 4,4 Prozent zurückgegangen und die Zahl der Erwerbstätigen hat sich von 116.000 auf 155.000 erhöht. Seine Prämisse: "Eine erfolgreiche Infrastruktur- und Arbeitsmarktpolitik ist die beste Sozialpolitik." Seine größten Verdienste - als Mitinitiator, Motor und Macher - auf einen Blick:

Doch Hermann Bröring vertrat als Oberkreisdirektor und Landrat nicht nur die wirtschaftlichen Interessen des Emslandes. Ob für die Emsländische Landschaft, den Emsländischen Heimatbund oder das Theaterpädagogische Zentrum. Ob für den Naturpark Bourtanger Moor/Bargerveen oder den Naturpark Hümmling - Bröring hat sich persönlich für Bildung, Kultur und Heimatpflege in der Region stark gemacht. Und das tut er heute noch.

Die Devise des agilen Politikers war immer:
"Das größte Vergnügen im Leben ist, etwas zu tun, was man nach Ansicht der Leute nicht schaffen kann."
Eine Postkarte mit diesem Zitat des französischen Romanciers Marcel Aymé lag viele Jahre auf seinem Schreibtisch im Landratsbüro.

Wichtig war und ist es Hermann Bröring jedoch zu betonen, dass das Erreichte ein Gemeinschaftswerk von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Emsländern war. So sagte er anlässlich der Verleihung der Niedersächsischen Landesmedaille im April 2012 in Hannover: "Alle haben im Schulterschluss daran mitgewirkt, dass das Emsland aufholt und – wo möglich – auch überholt."

Aus der Presse:

"Ich bin stolz darauf, dass ich mich für unser Emsland einsetzen durfte", Meppener Tagespost, 28.10.2011